Ragana wird an anderer Stelle schon beschrieben, deshalb möchte ich hier nicht so viel wiederholen. Doch einige interessante Infos und schöne Grafiken möchte ich hier im Blog noch veröffentlichen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt…
Die schöne Ragana lebt normalerweise in einem Schloss, welches von Normalsterblichen kaum erreicht werden kann. Umgeben von undurchdringlichem Dornengewächs, versteckt in einem Zaubernebel, der auch tagsüber die Konturen verdeckt, zwischen hohen Bäumen, tront das Schloss auf einem Berg.
Raganas Schloss
Dort herrscht sie über das Land mithilfe ihrer schwarzen Magie und zahlreichen Zauberwesen. Selbst die Tierwelt des Waldes meidet das Gebiet des Schlosses. Nur blutsaugende Fledermäuse, heulende wilde Wölfe und giftige Schlagen wagen sich in die Nähe, so dass Niemand wagt, dieses Schloss aufzusuchen. Es führt kein Weg von der Außenwelt ins Schloss.
In das Schloss gelangen Außenstehende nur über magische Brunnen. Diese Brunnen stehen im dunklen Wald verstreut, meist zugewuchert mit giftigem Efeu oder dornigen Sträuchern. Den ein oder anderen findet man aber auch auf nebelverhangenen Lichtungen. Meist scheinen sie leer und die Tiefe ist nicht zu erblicken. Doch sollte man es nicht wagen, in einen der leeren Brunnen hinabzusteigen, denn nur wenige führen über einen magischen Weg zum Schloss! Im falschen Brunnen rutscht man unweigerlich an den glitschigen und glatten Wänden ab und stürzt in die Tiefe, ohne die Chance zurück zu kommen. Entweder man bricht sich sämtliche Knochen beim Sturz in die Tiefe, oder ertrinkt elendig im Brackwasser. Selbst sehr lange Seile, die man zum klettern herunterläßt, belegen sich schnell mit einem magischen, schleimigen und ätzenden Belag, der unwiederbringlich zum Absturz führt! Man stürzt also so oder so, sodass man eigentlich gleich hinabspringen kann.
Doch hat man einen der wenigen echten magischen Tor-Brunnen gefunden, gelangt man über das Magieportal über den Sturz direkt unversehrt ins Zentrum des Schlosses.
Ragana an einem Zauberbrunnen
Ragana selber muss aber nicht über den Brunnen ins Schloss reisen. Sie teleportiert einfach direkt in ihr Heim. Ihre schwarze Magie ist grenzenlos. Kommt es ihr aber in den Sinn, selber über einen Brunnen zu reisen, lässt sie mit einem Zauberspruch das Wasser versiegen und kommt trockenen Fußes zum Thron.
Doch woher hat Ragana ihre Macht und Zauberkraft? Die bekommt sie durch unschuldige Seelen! Sie durchstreift die Wälder und sucht nach Kindern, die sich verlaufen haben oder nicht Obacht geben. Sie lockt sie mit ihrer harmlos scheinenden Schönheit vom Wege ab und fängt sie ein. Manchmal wird sie von den zauberhaften Laumen unterstützt. Zauberwesen, die Feengleich den Wald durchstreifen und böse Kinder fangen.
Jagdhütten, versteckt im Wald, dienen als Zwischenlager oder Auffangstätte, wo die Kinder gefangen gehalten werden. Ahnungslose Wanderer, die solch eine Hütte durch Zufall finden, sollten schleunigst das Weite suchen! Nicht, dass Ragana sie erwischt und verzaubert…
Ragana und die Kinderschar
Die Kinder werden dann gemeinsam von ihr unter einem Vorwand ins Schloss geführt. Man sagt ihr Kanibalismus nach, indem sie die Kinder mästet und von niederwürfigen Dienern und Dämonen zubereitet werden.
Aber auch ein Übertragen der Seelen mittels Magie ist ein Weg, ihre Schönheit und ewige Jugend zu erhalten. Und ihr Durst nach neuen Seelen ist unstillbar!
Raganas Thron
Update 12/2025! Ein Song über Ragana, der schaurigschönen Hexe.
In einem düsteren Teil des tiefen Waldes hauste die schöne, aber böse Hexe Ragana. Mit ihren weißen Haaren und den kohleschwarzen Augen, die wie gefrorenes Eis funkelten, verbreitete sie Angst und Schrecken unter den Bewohnern nahegelegener Dörfer und selbst dem ganzen Land. Ihr Waldhaus war von einem undurchdringlichen Netz aus Dornen umgeben, das jeden abschreckte, der sich ihr nähern wollte.
Ragana war dafür bekannt, Kinder zu fangen, die sich in den Wald verirrten. Ihre düsteren Zauber und listigen Fallen lockten unschuldige Seelen in ihr Reich des Schreckens. Ihr schönes Antlitz täuscht die unschuldigen Kinder. Diejenigen, die es wagten, den Wald zu durchqueren, erzählten von unheimlichen Geschichten über verlorene Kinder, die nie wieder zurückkehrten. Man sagt, dass sie die Kinder mästet und am Ende in ihr magisches Schloss verbringt und gar selbst verspeist. Das magische Schloss ist von Fremden nur über einen Zauberbrunnen zu erreichen, dessen Standort aber Niemand genau kennt.
Eines Tages machte sich ein mutiger Junge namens Finn auf den Weg, um das Rätsel um die verschwundenen Kinder zu lösen. Mit seinem scharfen Verstand und seinem tapferen Herzen wagte er es, die Gefahren des Waldes zu trotzen. Dank seiner Größe schaffte er es auch, das undurchdringliche Unterholz zu durchqueren und Wege zu gehen, die kein Erwachsener jemals finden würde. Als er schließlich vor der düsteren Hütte der Hexe stand, spürte er eine eisige Kälte, die ihm den Atem raubte.
Finn betrat die Hütte und fand sich in einem Labyrinth aus Dunkelheit und Magie wieder. Ragana war anscheinend nicht zu Hause, denn nur eine einzelne Kerze erhellte die Räume. Überall um ihn herum lauerten Schatten und unheimliche Geräusche. Plötzlich hörte er das Weinen eines Kindes und folgte dem Klang durch die düsteren Gänge.
In einem versteckten Raum des tiefen Kellers im Haus entdeckte er eine Gruppe verängstigter Kinder, gefangen durch Raganas finsteren Zauber. Manche hatten sich im Wald verlaufen, andere wurden beim Spielen einfach von Ragana gepackt und mitgenommen. Nun warteten sie auf ihre ungewisse Zukunft und die magische Reise ins Schloss. Würden sie durch den magischen Brunnen geführt, oder brachten Zauberwesen sie ins Schloss? Doch mit Entschlossenheit und List gelang es Finn das Schloss an der Eisentür zu öffnen, die Kinder zu befreien und aus der Hütte zu entkommen, bevor die Hexe zurückkehrte.
Ragana, wütend über ihre entkommenen Opfer, schwor Rache und jagte Finn und die Kinder durch den Wald. Doch die mutige Truppe fand Hilfe bei den Tieren des Waldes und überlistete die Hexe mit ihrer eigenen Magie.
Am Ende wurde Ragana durch Finns Schlauheit besiegt und die Kinder wurden sicher zu ihren Familien zurückgebracht. Finn wurde als Held gefeiert und die Legende von der bösen Hexe Ragana wurde zu einer Warnung für alle, die es wagten, den dunklen Wald zu betreten.
Am 1. Mai feiern einige Balten den „Laima-Tag„. Ihr Kuckuck ruft zum ersten mal den Frühling aus und beginnt zu singen. Die Glücksgöttin LAIMA bestimmt das Glück und warnt vor Unglück. Und ihr kleiner Helfer unterstützt sie dabei.
Der Kuckuck sagt den Alten das Jahr voraus oder den jungen Mädchen, ob sie heiraten werden. Sind die Vögel in den Bäumen und bleiben dort, wird es ein gutes Jahr. Aber schauen sie durch das Fenster herein, kündigen sie ein großes Unglück an.
Junge Leute treffen sich heute und feiern den Frühlingsanfang mit Tanz und Musik. Dort lernen sich viele Jugendliche kennen und verlieben sich vielleicht zum ersten mal. Und Glücksgöttin Lima wacht darüber und freut sich über die Ausgelassenheit.
Einst in uralten Zeiten als die Welt noch jung war da ehelichte die Sonne(Saulė) den Mond(Mėnuo). Lange lebten sie glücklich und unzertrennlich zusammen. Sie zogen auch immer gemeinsam ihre Bahn über den Himmel. Sie standen morgens gemeinsam auf und legten sich Abends gemeinsam schlafen. Die lichten Sterne in der Nacht waren ihre Kinder.
Doch eines Morgens da erwachte die Sonne allein und sie suchte verzweifelt ihren Gemahl aber sie fand ihn nicht. In den folgenden Tagen und Nächten war das selbe der Fall. So zog die Sonne ihre Bahn nun allein. Dann erfuhr sie dass der Mond die Göttin Aušrine(Göttin der Morgenröte) verführte und sie zur untreue verleitete. Aber Aušrine war längst mit dem Morgenstern(Auseklis) verlobt. Sie waren einander versprochen gewesen, so hatte es der Donnergott Perkūnas vor langer Zeit bestimmt gehabt. Da ging die Sonne nun zu Perkūnas der nun der neue Herrscher war und sie klagte ihm zitternd voller Schmerz und Zorn ihr Leid. Sie erzählte ihm alles was geschah. Darauf hin stieg Perkūnas auf daß schnelle Wolken-Ross jagte dem flüchtenden Mond hinterher. Als er ihn stellte da nahm er das feurige Richt-Schwert und schlug den Mond in zwei Hälften. Daraufhin sagte Perkūnas: Wie die meisten Halben kennst du keine Treue! Du willst nicht beständig sein, nicht treu sein, kein Ganzer sein! Drum sollst du nun für immer ein Halber sein und auf ewig ein Mahnbild für alle unbeständigen und untreuen Menschen!
Seit dem ist der Mond in der wechselhaften unbeständigen Form wie wir ihn heute kennen. Mal ein Halber, mal ein Ganzer und manchmal garnicht da, so wie die meisten unbeständigen treulosen Menschen. Und niemals wieder durfte er gemeinsam mit der Sonne über die Welt ziehen. Er musste sie immer meiden. So nahm die Sonne für sich den Tag und der Mond musste die Nacht sich wählen. Und selbst wenn der Mond am Tage zu sehen war so musste er der Sonne fern bleiben.
Er sollte nun die dunkle Nacht erleuchten, damit die Menschen auch dort ein Licht haben.
Und immer wenn die Menschen den Mond in der Nacht sahen dann gedachten sie der alten Geschichte und schworen sich immer Beständig und Treu zu sein.
Gesammelt,überarbeitet,vervollständigt und rekonstruiert von Björn Dieckmann.
Die meisten Geschichten in der Baltischen Mythologie sind in Versen, Gedichten und Liedern geschrieben. Aber ich wollte den Leser nicht über strapazieren deshalb versuche ich es immer Prosa-Form also in Erzähl-Form wieder zugeben. Aber ich werde wie immer die Bücher und die Kapitel angeben wo genau man diese Verse und Fragmente genau findet.
Ich muss aber vorher noch erwähnen dass man die selben Götter auch in der Germanischen und Nordischen Mythologie findet, so wie Dievas und Perkūnas auch. Die Sonnengöttin Saulė zum Beispiel heißt im Norden Sól und bei den Germanen Sunna. Der Mondgott Mėnou heißt im Norden Máni. Der Morgenstern Auseklis wird im Norden Aurwandil genannt und bei den Germanen Orendel genannt. Dort ist er noch immer ein mutiger Held der wie ein Engel alle anderen überstrahlt. Aušrine die Göttin der Morgenröte ist niemand geringeres als Ostara von der in Deutschland als Oster-Jungfrau noch in so mancher Sage erscheint.
Quellen: Viktor von Andrejanoff – „Lettische Volkslieder und Mythen“, „Lettische Märchen, Kapitel: Mythologisches, Sonne und Mond, Die Sonnentochter, 1. Mythe, 2. Märchen.
Jonas Trinkunas – „Rasa Götter und Rituale des Baltischen Heidentums“ Kapitel: Menesio Svoboda.
Haralds Biezais – „Germanische und Baltische Religion“ Zweiter Teil, Kapitel: Der Himmelsgott Dievs, Saule, Mēness, Pērkons, Die Gottessöhne und Sonnentöchter, Auseklis.
Lange bevor die Sonne und der Mond einander ehelichten da liebten Perkūnas und die Sonne einander sehr. Das war noch bevor Perkūnas die Herrschaft von Dievas übernahm.
Aus dieser Liebe entstand die Göttin Aušrine. Sie hatte das rote Feuer ihres Vaters und die goldenene Schönheit ihrer Mutter. Sie ist die Morgenröte. Deshalb wird sie auch überall so genannt. Als Perkūnas die Schönheit der lichten Sonnen-Tochter sah, wusste er dass sie einen mutigen und ebenbürtigen Gemahl brauchte der in der Not sie auch beschützen konnte. Da bestimmte er den Morgenstern(Auseklis) zu ihrem zukünftigen Gemahl. Denn er überstrahlte alle anderen Sterne sowie der Held alle normalen Leute überstrahlt. So wurde die Verlobung von Perkūnas bestimmt und die beiden schienen auch sehr einander zugetan zu sein. Aber dann wurde sie vom Mond zur untreue verleitet und so brach sie diesen Bund. Da musste der Vater Perkūnas seine Tochter aus der Gemeinschaft der Götter verstoßen und so verbannte er sie auf die Erde.
Das goldenene und rote Feuer sollte jetzt den Menschen für immer Licht und Wärme spenden. So sollte nun ihr Feuer ebenso wie der Mond die dunkle Nacht erhellen.
Ab und zu da soll man sie auch auf der Erde in grünen Birken-Hainen sehen. Mal als kleine Flamme und mal in wunderschöner Menschen-Gestalt. Und wenn man großes Glück hat dann schenkt sie einen ihr Feuer, aber dieses darf man nicht ausgehen lassen weil dann bringt es Glück und Segen mit sich.
So glaubten die Menschen daß Perkūnas selbst in alter Zeit daß Feuer so zur Erde sannte.
Gesammelt,überarbeitet,vervollständigt und rekonstruiert von Björn Dieckmann
Die meisten Geschichten in der Baltischen Mythologie sind in Versen, Gedichten und Liedern geschrieben. Aber ich wollte den Leser nicht über strapazieren deshalb versuche ich es immer Prosa-Form also in Erzähl-Form wieder zugeben. Aber ich werde wie immer die Bücher und die Kapitel angeben wo genau man diese Verse und Fragmente genau findet.
Ich muss aber vorher noch erwähnen dass man die selben Götter auch in der Germanischen und Nordischen Mythologie findet, so wie Dievas und Perkūnas auch. Die Sonnengöttin Saulė zum Beispiel heißt im Norden Sól und bei den Germanen Sunna. Der Mondgott Mėnou heißt im Norden Máni. Der Morgenstern Auseklis wird im Norden Aurwandil genannt und bei den Germanen Orendel genannt. Dort ist er noch immer ein mutiger Held der wie ein Engel alle anderen überstrahlt. Aušrine die Göttin der Morgenröte ist niemand geringeres als Ostara von der in Deutschland als Oster-Jungfrau noch in so mancher Sage erscheint.
Vor sehr sehr langer Zeit da herrschte über die Ostsee die Meeres-Göttin Jūratė. Sie war sehr mächtig und sie regierte ihr Reich sowohl Über- wie auch Unterwasser. Vom Aussehen her glich sie einer wunderschönen Meerjungfrau, aber wenn sie wollte dann konnte sie eine so wild brausende See entfesseln daß die Fischer und Seefahrer mit ihren Booten kenterten und ertrinken mussten. Nur der Donnergott Perkūnas war mächtiger als sie und konnte selbst Jūratė dafür zu Rechenschaft ziehen.
Einst da lebte ein junger Fischer namens Kastytis der fast täglich mit seinem Boot hinaus fuhr um Fische für sein Dorf zu fangen. Er war wunderschön vom Aussehen her und er hatte immer ein unglaublich großes Glück beim fangen der Fische, so dass er viel mehr Fische nach Hause brachte als alle anderen Menschen zu jener Zeit. Er fing sogar so viele Fische daß dem Volk von Jūratė fast nichts übrig blieb. Also beschloss sie Kastytis dafür zu bestrafen. Also entfachte sie eine tobende wilde See daß Kastytis sein Boot sank und er ertrinken musste, aber als er ins Wasser fiel und von unsichtbaren Armen nach unten gezogen wurde da erblickte Jūratė das wunderschöne und jugendliche Gesicht von Kastytis und sie verliebte sich sofort unsterblich in ihn. Also beschloss sie ihn nicht zu ertränken und nahm ihn stattdessen mit hinab in ihr Reich. Sie lebten eine lange Zeit zusammen in ihren riesigen Schloss daß ganz und gar aus Bernstein bestand.
Die Menschen beteten aus Trauer und Wut zum mächtigen Donnergott Perkūnas weil sie glaubten dass ihr Kastytis beim Sturm ertrunken sei. Hatten sie doch mit ihm ihren besten und begabtesten Fischer verloren, und mit ihm verloren sie auch ihren Wohlstand wodurch der alte Hunger und die alte Not wieder einkehrte.
Als daß flehen der Menschen den Donnergott erreichte, da sah Perkūnas von seinem Sitz aus daß Kastytis am Leben war und gemeinsam mit Jūratė in ihren Reich im Bernstein-Schloss lebte.
Er erblickte die beiden und sah nicht nur daß was gerade geschah sondern er sah auch das Unheil was daraus entstehen sollte. Also nahm der Donnergott seine mächtigen Blitze und schmetterte sie in das Reich von Jūratė, so daß ihr Bernstein-Schloss vollkommen zersprengt wurde. Dabei wurde Kastytis erschlagen. Danach stieg der Donnergott hinab in ihr einstiges Reich und kettete die unsterbliche Jūratė an einem Felsen am Meeresgrund an.
Dadurch aber daß ihr Bernstein-Schloss in unzählige kleine Stücke zersprengt wurde war das Meer und die Ostsee voll damit. Und nach jedem Sturm blieben sie an den Stränden zurück und dadurch verschafften diese Wertvollen Steine den Menschen in dieser Region wieder einen Wohlstand der gleichbedeutend war wie den als Kastytis noch lebte und er den überreichen Fang noch mitbrachte.
Es heißt dass immer wenn es stürmt dann hört man noch das weinen und wehklagen von Jūratė wie sie um ihren geliebten Kastytis weint und trauert. Andere meinen die Bernsteine sind ihre Tränen die sie um ihren Liebsten weinte.
Grausam erscheint hier das richten und walten des Donnergottes. Als sei diese Liebe etwas was er nicht wollte. Aber selbst der Schreiber der Prosa-Edda Snorry Sturluson hatte mal erwähnt dass die Asen-Götter in der Lage waren in die Zukunft zu sehen und dadurch wussten welches Unheil noch kommen wird. In der Altdeutschen und Altnordischen Helden-Sage passierten schreckliche Dinge wenn Meeres-Wesen und Menschen sich mischten. Der Nachwuchs glich mer einen Monster als einem Menschen, jene zogen eine lange Spur aus grausamen Gewalttaten hinter sich her die kein Mensch beenden konnte.
Nur ein unbesiegbarer Held oder ein mächtiger Gott hätte dem Einhalt gebieten können. Und der Donnergott war immer beides gewesen.
Der einstige Fischer Kastytis soll einem Fischerdorf stammen Namens Šventoji bei dem Ort Palanga. Palangas Wappen trägt noch heute die Krone und das Bernstein-Halsband von Jūratė.
Dort kennt nahezu jeder die Geschichte von Jūratė und Kastytis. Es gibt sogar viele unterschiedliche Versionen. Und immer wenn die Menschen die kleinen Bernstein-Stücke finden dann gedenken sie Jūratės Schmerz.
Mann wird es kaum glauben aber der Donnergott Perkūnas ist selbst heute noch der beliebteste der Alten Götter in den Baltischen Ländern. Trotz der traurige Sage hatten die Menschen durch seine rächende Tat diesen Reichtum erhalten.
Aber noch viel wichtiger ist daß der Donnergott versucht die Menschen zu rächen wo er nur kann und das ganz besonders wenn es gegen unsichtbare oder übersinnliche Mächte geht.
Quellen: Marija Gimbutas – Baltische Mythologie Kapitel: Jūratė und Kastytis. Gesammelt,überarbeitet,vervollständigt und rekonstruiert von Björn Dieckmann.
Hier eine weitere Geschichte über das Päärchen:
Die Meeresgöttin Jurate, die beliebteste Tochter des Donnergottes Perkunas, wurde von ihm königlich beschenkt: Er liess auf dem Meeresgrund einen Bernsteinpalast errichten, wo Jurate mit Fischen und Meerestieren lebte. Abends stieg sie nach oben, schaukelte sich auf den Wellenkronen und sang litauische Lieder, die Kankles, eine Zither, auf dem Schoss haltend. Eines Abens hörte ihren Gesang ein schöner junger Fischer namens Kastytis und vergass alles auf der Welt, auch seine Mutter, die am Ostseeufer mit einer Laterne auf dem Kopf auf ihn wartete. Jurate verliebte sich in Kastytis, nahm ihn in ihren Bernsteinpalast auf dem Meeresgrund mit und feierte heimlich vor ihrem Vater Hochzeit. Als Perkunas davon erfahren hat, erzürnte er darüber, schickte Blitze herunter, schlug auf das Bernsteinschloss und zerstörte den Palast völlig. Kastytis kam um. Die göttliche Jurate trauert um ihn bis heute und vergiesst ihre Bernsteintränen, die vom Meer ans Ufer geworfen werden. Die grossen Bernsteinstücke sind Reste vom zerstörten Palast der Göttin.
Nacherzählt von Vilija Gerulaitiene
Die Sage über Jurate und Kastytis schrieb der Volkskundler, Ethnograph und Literaturhistoriker Liudvikas Adomas Jucevicius auf und veröffentlichte sie auf polnisch in Vilnius in seinem Buch „Wspomnienia Zmudzi“ (1842)
Man kann jetzt Wallpaper in der Größe 1920 x 1080 (Full HD) downloaden!
Von einigen Bildern habe ich entsprechende Grafiken erstellt, da ich weiß, dass einige Freunde des Baltikum entsprechende Wallpaper gerne nutzen. Die Sammlung wird natürlich nach und nach erweitert. Ob Götter, Landschaften oder Logos, die mit dieser Seite zu tun haben. Ich hoffe, Dir eine Freude damit zu machen.
Das Format ist, wie schon geschrieben, 1920×1080 Pixel in 72Dpi. Dies entspricht dem heutigen Standartformat Full-HD und auch sehr vielen Monitoren. Mit Rechtsklick kann man im Menü „Galerie/Wallpaper“ die gewünschte Grafik(en) laden und eventuell bearbeiten, falls die Größe nicht der Wunschgröße entspricht. Ansonsten kann man natürlich einfach „Bildschirmfüllend“ die Grafik anzeigen lassen, auch wenn es nicht der eigenen Monitorauflösung entspricht.
Natürlich ist die private Nutzung völlig kostenfrei (kann man eh nicht kontrollieren 😉 ). Sollte Jemand gewerbliches Interesse haben, kann er sich gerne an mich wenden, um eventuell höhere Auflösungen zu erhalten. Das Copyright liegt natürlich weiterhin bei mir (Ralf Skrabs).
Die Göttin Giltine nimmt eine besondere Stellung ein. Giltine war die schöne und gesellige Schwester der Göttin Laima. Einst freundlich und den Menschen wohlgesonnen. Sie trug Sorge, dass sich der Mensch nicht als überflüssig empfand. Laima war für den Anfang und den Lauf des Lebens zuständig und Giltine für das Ende. Sie beobachtete, wann es Zeit für den Menschen war und begleitete ihn am Ende seines Lebens in den Tod.
Giltine erschien den Menschen als schwarzer Käfer oder Schlange. In Menschengestalt wurde sie von einer heiligen Eule begleitet. Magyla war einst die Dienerin eine der ältesten Göttinnen. Sie war die Göttin des Zorns und des Unglücks und wird auch eher als Dämon und Furie beschrieben. Giltine hielt sie in Schacht.
Doch verlor Giltine ihre Gutmütigkeit, wie auch ihre Schönheit und entwickelte sich geradezu ins Gegenteil!
Schon in der antiken litauischen Mythologie wurde beschrieben, dass sie in Schwierigkeiten geriet und in einen Sarg gesperrt wurde. Dort verbrachte sie sieben Jahre und verdorrte zu einer hässlichen Frau. Damit wechselte sie ihr Wesen und wurde von der gutmütigen Göttin zur grausamen Todesgöttin. Da ihr Name sich von „gelb“ und auch „stechend“ ableitet, sagt man, dass sie fortan eine giftige gespaltene Zunge hatte, mit der sie, ähnlich einem Stachelrochen, damit zusticht. Es heißt, dass ihre giftige Zunge immer aus dem Mund heraushängt. Damit leckt sie das Gift von den Friedhöfen auf und benetzt damit anschließend jene, deren Tod unmittelbar bevorsteht. Kranke erwürgt und erstickt sie auch. Schrecklichste Ausprägung ist jedoch der Bezug zur Pest, wie auch ihre Dienerin Magyla.
In Volksmärchen wird oft erwähnt, dass Menschen, die den Tod hinauszögern wollen, mit Tricks versuchen zu täuschen. So schnitt man Giltinas lange Nägel oder ihre gespaltene Zunge ab, um ihr zu entkommen. Doch Niemand entkam ihr letztendlich. In Litauen wurde oft dafür gesorgt, dass zwischen Dorf und Friedhof ein Fluss liegt, denn Giltine kann kein Wasser überqueren. Ähnlich dem Sensemann in christlichen Sphären, erscheint sie nun als sehr dünne, große, weißgewandete Gestalt und kommt in das Haus von Todkranken. Sie bringt den Tod auch mit erwürgen und ersticken.
Später wurde Giltine auch als Skelett mit einer Sense in der Hand dargestellt, was aus dem Christentum nach Litauen kam. In der Antike gab es auch spezielles Gebäck, welches zu ihrer Ehren an Bettler verteilt wurde um sie wohl zu gesinnen.
Mein „alter“ Farb-Laserdrucker DELL 2150cn sollte natürlich nicht in Rente, sondern an meinem aktuellen Mac Mini angeschlossen werden. Bei mir als Normalanwender hatte der Laser noch lange nicht das Rentenalter erreicht und tat bis dato problemlos seine Arbeit an meinem „alten Mac“ mit OS 10.15 Catalina. Mein aktueller Recher, ein MacMini mit M2pro (Silicon) unter OS 13.6. Ventura bot auch einen Treiber an, aber dieser druckte nur in SchwarzWeiss!
OK, dachte ich, kein Problem. Treiber von der Dell-Homepage runtergeladen und Installationsprogramm gestartet. Der letzte Treiber war für OS 10.14 (und später?). Doch leider brach das Installationsprogramm mit einer Fehlermeldung ab! Wie sich nach Recherchen herausstellte, lag der Fehler wohl im Installationsprogramm, welches wohl noch 32bit-Code nutzt. Letzter Treiber von Dezember 2014, also 10 Jahre alt! Treiber für Big Sur oder Ventura wird nicht mehr angeboten. Also was nun? Gottseidank fand ich die Lösung nach langem Suchen letztendlich im Netz. Zwar nicht für mein Modell, aber ein ähnliches. Jedenfalls klappte es wunderbar und auch relativ einfach.
Der Original-Treiber von Dell muss auf einem „alten Mac“ installiert werden, damit die entsprechenden Dateien korrekt entpackt werden. Also Catalina oder älter (OS 10.15 und darunter). Wie gesagt ist im Installationscode wohl noch 32bit vorhanden, so dass es auf neueren Computern nicht klappt. Dann geht man zum Ordner „Library/Printers“ und kopiert den kompletten Ordner „Dell“ und setzt ihn in den aktuellen Rechner (ab Big Sur) an gleicher Stelle ein. Danach kopiert man das File „Dell 2150cn Color Printer.gz“ aus dem Ordner „Library/Printers/PPD/Contents/Resources“ vom alten in den neuen Rechner.
Wenn man nun in der Systemeinstellung einen Drucker hinzufügt, gibt es eine kurze Fehlermeldung, dass der Drucker nicht richtig installiert ist! Aber gleichzeitig die Option zu reparieren! Nach Bestätigung der Reparatur durch das System arbeitet der Drucker problemlos! Somit wird der Drucker wohl noch einige Jahre aktiv bleiben.
Mit anderen Modellen von Dell klappt es anscheinend ebenso. Ob es auch für alte Druckertreiber von anderen Firmen wie Canon, Samsung, Oki, HP oder andere übernommen werden kann, weiss ich natürlich nicht. Aber man kann es gefahrlos ausprobieren. Außer einer Fehlermeldung passiert nichts, man zerschießt sein System dadurch nicht.
Hier nochmal eine Kurzanleitung in Englisch, falls Jemand die Lösung über eine Internetsuche gefunden hat und nicht der deutschen Sprache mächtig ist:
Installed the original driver package to a Mac running Catalina.
Then I copied the „Dell“ folder from /Library/Printers to the same directory on the Big Sur machine and copied the Dell 2150cn/cdn gz file from /Library/Printers/PPD/Contents/Resources to the same location on the Big Sur machine.
When I added the printer via System Preferences, I was told the printer was not installed the correct way. But was given the option to repair. After repairing, the printer worked properly.
Von dem Dorfe Bitthenen auf der rechten Seite der Memel erhebt sich das anfangs ganz niedrige Ufer, vom Strome durch einen schmalen Rand getrennt, eine Achtelmeile weit nach Westen hin in immer jäheren Abschüssen bis zu der Höhe von 150 Fuß; von hier aus zieht es sich, eine Ecke bildend, in einer dem jetzigen Laufe des Stromes beinahe entgegengesetzten Richtung nordwärts, schroff und durchschluchtet, dann sanfter abfallend bis zum Dorfe Barden, wo es sich nach der Nordseite in kaum merklichen Absenkungen mit dem Flachlande verliert. Dieses Ufer ist der historisch merkwürdige Rombinus oder Rambin, schrägüber der Stadt Ragnit gelegen. Hier war vor Zeiten der heiligste Ort in ganz Litthauen, denn dort war der große Opferstein, auf welchem ganz Litthauen dem ersten seiner Götter, dem Perkunos opferte. Man erkennt jetzt noch an den Erhöhungen und sandigen Stellen auf dem Gipfel des Berges einen förmlichen den Berg vom übrigen Flachlande trennenden Halbkreis, der den heiligen Wald, der noch vor 100 Jahren vorhanden war und an dessen Stelle sich jetzt Sümpfe und Dorfmoore ausbreiten, umschlossen haben mag. Hier stand der Opferstein, den sich der Gott Perkunos selbst hier hingelegt hatte. Dieser Opferstein war ein länglichrunder Block mit einer schräg geebneten Oberfläche, hatte 15 Ellen im Umfange und maß an der niedrigeren Seite 5, an der höhern gegen 9 Fuß und steckte dabei noch tief in der Erde. Er lag von Norden nach Süden, so daß die Sonne seine Oberfläche immer treffen mußte. Er bestand aus hartem rothschwarzen Granit mit Hornblende. Unter demselben war nach. Einigen eine goldene Schüssel und eine goldene Egge vergraben, nach Andern eine Kette, eine Egge, eine Harke, ein Pflug von Gold und eine Wiege und Tischgeschirr von Silber, denn Perkunos war der Gott der Fruchtbarkeit und darum begaben sich noch bis in die späteste Zeit die Litthauer, namentlich junge Eheleute, dorthin und opferten hier um Fruchtbarkeit im Hause und auf dem Felde zu gewinnen. Es scheint jedoch, daß auch andere Götter hier verehrt worden sind, denn Frauen durften den Berg nur in reinlichen Kleidern und geschmückt betreten, im entgegengesetzten Falle wurden sie mit Krankheit bestraft. Wahrscheinlich hatten also Laima (die Glücksgöttin) und Laume (die Erdgöttin oder ein weiblicher Berggeist) ihre Altäre. Daß aber auch Potrimpos hier verehrt ward, darauf deutet das goldene Ackergeräthe, welches sich noch in dem Berge befinden soll, das in den Opferstein eingearbeitete Zeichen eines Schwertes und die vielen dort gefundenen Armringe und Kränze, fast immer Schlangen vorstellend, hin. Uebrigens beginnen in gleicher Richtung mit der Opferstelle die doppelten 15 bis 30 Fuß hohen Wälle und bilden da, wo sie am höchsten sind, ein geschlossenes Viereck, Pillis- oder Pillatis-Schloß genannt. Von hier an zieht sich der Wall nur einfach weiter durch den jetzigen Fichtenwald bis zum Dorfe Bitthenen. Es geht nun seit langen Jahren die Sage in jener Gegend, daß, so lange der Stein auf jenem Berge stehe, auch der Berg stehen werde, sei aber jener weg, dann werde er versinken. Leider ist dies aber im Jahre 1811 geschehen.
Es wollte nämlich ein Müller in dem Dorfe Barten, welches nordöstlich am Fuße des Rombinus liegt, Namens Schwarz, ein Deutscher, zwei neue Windmühlen anlegen und brauchte dazu zwei neue Mühlsteine und er meinte, daß diese wohl jener Opferstein hergeben werde. Allein er fürchtete sich vor seinen abergläubischen Nachbarn, den Litthauern, er verschaffte sich also einen schriftlichen Erlaubnißschein vom Landrath, den Stein dort wegschaffen und benutzen zu dürfen. Dagegen konnte Niemand etwas machen, so sehr wie auch Alles außer sich darüber war. Indeß fand er lange Niemanden, der sich dazu hergeben wollte, den Stein fortzuschaffen und zu spalten, denn dreimal hatten schon Arbeiter versucht ihn zu sprengen, doch wenn sie Hand ans Werk legen wollten, waren sie wie gelähmt. Endlich ließen sich doch zwei starke Burschen aus der Nachbarschaft – der eine war, Namens Rubel, aus Nibutschen bei Gumbinnen, der andere, Namens Blitzner, aus dem Dorfe Preußen bei Tilsit – breitschlagen, diese Arbeit für hohen Lohn zu übernehmen. Mit diesen begab sich der Müller an Ort und Stelle. Den ersten Schlag that der Mann aus dem Dorfe Preußen, aber gleichzeitig flog ihm auch ein Stück abgeschlagener Stein ins Auge und er erblindete noch auf diesem und dem andern an demselben Tage. Der Mann aus Gumbinnen sprengte zwar den Stein und brachte ihn auch in die Mühle, allein auf dem Nachhauseweg erkrankte er und starb auf freiem Felde. Einige andere Arbeiter, welche mit fortschaffen geholfen hatten, verkrüppelten. Als die Mühlsteine abgeladen wurden, brach der Wagen, einer rollte herunter und beschädigte mehrere Menschen. Nach mehreren Monaten konnte er auf die Mühle gebracht werden. Der Schullehrer Ehlert half beim Aufwinden, verunglückte dabei und blieb siech. Der Müllerbursche Paulus hatte beim Schärfen des aufgewundenen Steins einen Splitter von der Stahlpicke ins Auge bekommen, erblindete und ward erst vom Müller Schwarz, dann von dessen Wittwe ernährt, bis er im Jahre 1836 starb. Der Mühlläufer blieb ein halbes Jahr am Kruge in Barden liegen, da viele Pferde gestürzt waren, wenn sie ihn fortziehen sollten. Er kam endlich nach Tilsit und gleich nach einigen Wochen brach er einem Müllergesellen den Arm. Er wurde, vorgeblich weil er zu hart sei, hinausgebracht, lag lange auf dem Hofe, bis er auf die Kummetzische Mühle am Teiche bei Tilsit verkauft war. Hier hatte der Müller Schwarz, bei dem seit dem Zerschlagen des Steines alles rückwärts gegangen war und von dem sich seine Frau hatte scheiden lassen, weil er sich der Liderlichkeit und dem Trunke ergeben hatte, ein Unterkommen gefunden, weil er seiner Frau nichts zugebracht hatte und deshalb nackt und bloß aus der Bartener Mühle hatte herausgehen müssen. Eines Morgens im Jahre 1831 stand bei vollem Winde die Mühle plötzlich still, man sah nach, woran dies lag, und fand Schwarz ins Kammrad verflochten. Seitdem haben die Strafen aufgehört. So hatte der Rachegeist des Rombinus sich nach 24 Jahren noch an seinem Feinde abgefunden. Seitdem der Stein fort ist, frißt der Memelstrom in den Rombinus hinein und oben auf der Höhe desselben weht der Wind den Sand auseinander, so daß man bald die alte Opferstätte nicht mehr erkennen kann. Dazu kommt, daß in einer stürmischen Septembernacht des Jahres 1835 ein großer Theil des Berges so in die Memel gestürzt ist, daß sich zwar hier eine Erdzunge gebildet hat, daß aber der Weg zwischen dem eingestürzten Berge und der Memel ganz unversehrt geblieben, dabei auch derjenige Theil desselben, auf dem der Opferstein gestanden hat, ganz verschont und erhalten worden ist. Stürzt aber auch dieser ein, dann wird, wie die Litthauer sagen, großes Elend über das Land kommen.
Man sagt nun, daß kurz vor jenem Bergfall einmal in der Nacht der Fährmann über den Memelfluß des Nachts aus dem Schlafe geweckt worden ist; als er erschreckt fragte, wer da sei, da wimmelte es vor seinen Augen von einer großen Menge kleiner Leute, es waren die Laumen, die kleinen Berggeister, welche mit ihren Schätzen und aller ihrer Habe aus dem Spalte des Rombinus herausgezogen waren und sich in seinen Kahn drängten und übergesetzt zu werden verlangten. Kaum vermochte er den Kahn ans andere Ufer zu bringen, denn er hatte bereits Wasser zu schöpfen begonnen. Hier angekommen, sprangen sie alle heraus und sagten ihm, sie verließen den Berg, weil die Menschen, welche lange schon ihre Götter vertrieben hätten, nun auch ihren letzten Altar umstürzen wollten. Als sie den Kahn verlassen hatten, durchstöberte er alle Ecken desselben nach dem versprochenen reichen Lohne, allein er fand nichts als Kohlen und Sand darin. Er warf dies mit Schelten über Bord und ruderte nach Hause, als er aber hier den Seinigen von dem, was ihm begegnet war, erzählte, sahen seine Kinder, die in den Kahn gestiegen waren, in der Ecke desselben etwas Glänzendes blinken, es war Gold. Leider hatte er in seiner Einfalt fast alles als Kohlen und Sand hinausgeworfen und nur wenige Ueberreste waren an den Kahnrändern hängen geblieben.